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Kairos

Verantwortlicher Autor: Gerhard-Egon Schultz München, 30.07.2020, 06:50 Uhr
Kommentar: +++ Politik +++ Bericht 4770x gelesen

München [ENA] Kairos, welkes Laub vom Wind verweht? Irgendwann kommt für jeden einmal der Moment den Griffel aus der Hand zu legen. Innehalten um sich zu bescheiden. Der rechte Zeitpunkt im unaufhörlichem Flusse des Daseins. Der Kreis wird kleiner, es sind tastende Hände und taumelnde kleine Schritte auf dem Weg zurück zur Natur, hin in ein ewig schmerzloses Nichts. Rechtzeitig Abschied nehmen.

Zumal um mich herum unterschiedlich rasche und laute Veränderungen das Wirtschafts- und Gesellschaftssystem unaufhörlich bewegen. Weg von der einst in Europa mühesam erkämpften Freiheit des Einzelnen, hin zu einem vermeintlich humanem Verhalten aller, aber durch staatlich reklementierte Sanktionen belegt, wenn verordnete Regeln nicht befolgt werden. Jede emotionale Intelligenz verliert sich dabei durch stereotypes Denken, Rede und Handeln. Vorteile? Ideologien der Sowjets oder der Nazis erscheinen dagegen wie Gehirnwäsche einer Kleinkinderschule. Ob da im ökonomischen Bereich eine finanzielle Haftungsgemeinschaft verschiedener Länder einen Zusammenbruch des Systems lange verzögern kann?

Eine völlig klassenlose Gesellschaft ist von Natur aus unmöglich, denn jedes Individuum ist unterschiedlich begabt. Bei talentfreien Massenmenschen, die nach Lenkung und Leitung lechzen, genügt ein Funke nur um alte Feuer neu zu entzünden. Wer kann sich da noch Kinder wünschen? Viele Erzeuger von überflüssigem und oder unwertem Leben lassen sich dafür feiern, dass sie Krüppel oder Idioten gezeugt haben und wenn sie diese Last selbst nicht mehr tragen können, soll die Gesellschaft die Versorgungsarbeit übernehmen. Verantwortungsvoll?

Und dann diese Sprüche! "Haben sie doch erst einmal ein krankes Kind"...! Hilfreich und gut wäre es von solchen Leuten gewesen, wenn sie diese armen Kreaturen spätestens bei ihrer Geburt schmerzfrei von ihrem Schicksal erlöst hätten. Auch deshalb ein letztes Wort: Nehmen sie Vernunft an! Auch mir war kurze Zeiten nur beschieden, meine sich wandelnde, veränderte Gestalt. Doch bis ich ihr Wesen erkannte, war ich schon gebrechlich und alt. Das Leben wogt in Licht und Schatten seine Flore, es gibt, verweigert, führt durch viele Tore. Erinnern und Vergessen wird eins, nur glücklich, glücklich wird keins. Daher zum Schlusse noch einmal: Nehmen sie Vernunft an.

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