Samstag, 19.09.2020 08:44 Uhr

Birdwatching auf Helgoland

Verantwortlicher Autor: Lars Kitschke Helgoland, 19.07.2020, 16:44 Uhr
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Basstölpel an den Klippen
Basstölpel an den Klippen  Bild: Lars Kitschke

Helgoland [ENA] Helgoland ist ein Paradies für Vogelfreunde. Auf Deutschlands einziger Hochseeinsel kommt man vor allem den majestetischen Seevögeln so nah, wie sonst kaum in Europa. Trotz Corona ist die Insel nicht überfüllt, da die Flug- und Schiffsverbindungen nur einen limitierten Besucherstrom zulassen.

Rund 80 Minuten Fahrzeit benötigt der Katamaran von Cuxhaven nach Helgoland. Morgens die Hinfahrt ist immer etwas rauer, als am Abend der Heimweg. Bis Windstärke 8 fahren die Schiffe täglich auf Deutschlands Außenposten im Meer, mir reichen definitiv die an diesem Tag wehenden Winde von ca. Windstärke 4. Neben dem Schiff kann man auch mit dem Flugzeug anreisen. Dies geht deutlich schneller, ist aber auch nicht gerade günstig. Die OFD fliegt zurzeit im Linienbetrieb nur von Heide/Büsum in Schleswig-Holstein. Ist man einmal angekommen, kann man sich eigentlich sofort auf den Rundweg um die Insel machen. Nach einem kurzen Aufstieg auf die Klippen, befindet man sich knapp 40 Meter über dem Meer.

Folgt man dem Weg in Richtung Norden zur "Langen Anna" sieht schon bald die verschiedenen Kolonien der Seevögel. Ganz oben auf den Felsen thronen die Basstölpel. In den Etagen darunter leben Trottellummen, Möwen und einige Tordalke. Vor allem Trottellummen und Tordalke findet man in Deutschland nur auf Helgoland. Die Population der Basstölpel auf der Insel gilt als stabil. Der Wegführung sei Dank, kommt man zumindest den Tölpeln sehr nah. Diese haben sich direkt neben dem Weg an den Klippen niedergelassen. Beim Betrachten der Nester fallen die vielen Plastikreste auf, welche die Vögel zum Nestbau nutzen. Ein deutliches Indiz für die Verschmutzung der Nordsee.

Landet einer der Altvögel nach der Jagd, wird er lautstark vom Partner begrüßt. Durch sog. Schnäbeln erneuern die beiden erwachsenen Tiere jedes Mal ihre Beziehung. Danach wird das Küken gefüttert, welches geduldig im Schatten des Elterntieres gewartet hat. Die Jungen haben recht unterschiedliche Entwicklungsstadien, einige standen kurz vor dem Wechsel des Gefieders und andere waren erst wenige Tage alt. Außerhalb der Brutzeit leben die Basstölpel auf dem offenen Meer. Wer sie also aus der Nähe erleben will sollte die Insel zwischen Juni und September besuchen, danach wird es wieder ruhig auf dem roten Felsen im Meer.

Die Nistplätze der Trottellummen in der Mitte des Felsen.
Auf den Wiesen suchen Austerfischer nach Nahrung.
Wo es eng ist, gibt´s auch mal Zoff mit den Nachbarn.
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