Samstag, 21.07.2018 11:31 Uhr

Krankes Deutschland

Verantwortlicher Autor: Herbert Reis Aachen, 02.08.2017, 10:50 Uhr
Presse-Ressort von: Herbert Reis Bericht 6024x gelesen

Aachen [ENA] Eine internationale Studie unter der Leitung von Christopher Murray von der University of Washington in Seattle zeigt, dass sich die Qualität der Gesundheitssysteme auf der Welt in 167 von 195 untersuchten Ländern in den vergangenen Jahren verbessert hat. Aber das deutsche Gesundheitswesen landete mit 86 Punkten im weltweiten Vergleich nur auf dem 20. Platz. Deutschland liegt sogar hinter Griechenland und Slowenien.

Selbst Spanien und Italien liegen deutlich vor Deutschland. Wird ein Familienvater in Deutschland ernsthaft und langfristig krank, steht die Familie oftmals vor dem finanziellen Ruin. Das Krankengeld beträgt nach den ersten sechs Wochen Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber 70% des Einkommens. Meistens wird dann vom medizinischen Dienst der Krankenkasse, in der Regel nach zwei Wochen, der Kranke aufgefordert, eine entsprechenden ReHa-Antrag zu stellen.

Klingt erst einmal gut. Aber, wird die ReHa-Maßnahme von der Rentenversicherung genehmigt, zahlt die Krankenkasse kein Krankengeld mehr. Der Kranke muss einen Antrag an den Rentenversicherungsträger ( Rentenversicherung ) auf Übergangsgeld stellen. Wird dieses genehmigt, sind es in der Regel um die 68 % des letzten Einkommens. Gelingt die ReHa-Maßnahme nicht, wird automatisch aus dem ReHa-Antrag der Rentenantrag. Aber nicht die Altersrente. Es wird dann die Erwerbsminderungsrente gezahlt. Ein 53 jähriger Familienvater, verheiratet und zwei Kinder, mit einem vorherigen Einkommen von 2500,-€, würde nach heutigem Stand eine Erwerbsminderungsrente von 835,-€ bekommen. Das aber auch nur bei voller Erwerbsminderung.

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