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CH - Machtkampf beim FC Basel - wie geht es weiter?

Verantwortlicher Autor: Reto Turotti Basel, 26.07.2020, 10:19 Uhr
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Basel [ENA] Die Wahrheit über den FCB-Machtkampf - Beim FC Basel tobt hinter den Kulissen ein Machtkampf zwischen Mehrheitsbesitzer Bernhard Burgener und Minderheitsaktionär David Degen. Dabei geht’s um viele sportliche Differenzen – und Degens Traum, den Klub zu kaufen. Es sind turbulente Tage am Rheinknie. Die erste Mannschaft des FC Basel siegt in St. Gallen 5:0, spielt enttäuschenderweise im Meister-Rennen trotzdem

keine Rolle. Und zwischenmenschlich liegt rund um den Klub so ungefähr alles in Scherben, was zu Bruch gehen konnte. Das Chaos gipfelt vor eineinhalb Wochen, als die «Handelszeitung» einen Machtkampf thematisiert. Es geht um Bernhard Burgener (62), den starken Mann mit 82 Prozent der Aktien. Und um David Degen (37), der sich mit 10 Prozent einkaufte. lles beginnt 2019. Der Ex-Spieler Degen sichert sich bei den Verhandlungen rund um seinen Einstieg im Herbst clevererweise ein Vorkaufsrecht. 35 Prozent von Burgeners kann er sich bis im Herbst 2021 sichern - womit die beiden dann fast auf Augenhöhe wären. Burgener hielte noch 47 Prozent, Degen hätte 45 Prozent. Doch die Pläne von Burgener änderten sich seit dem Verkauf an Degen.

Plötzlich will er nicht mehr an Degen verkaufen, sondern 30 Prozent an Centricus veräussern, an eine Londoner Investment-Firma, gegründet vom Emirati Nizar Al-Bassam und vom Engländer mit türkischen Wurzeln Dalinc Aliburnu. Ein legitimer Schachzug, gerade nach dem 20-Millionen-Verlust im letzten Jahr braucht der FCB frisches Geld. Aber die Fans reagieren heftig, verschmieren die Geschäftsstelle mit «Fuck off Centricus». Und eben, Burgener hat seine Rechnung ohne Degen gemacht. Es herrscht eine Pattsituation - Denn der ehemalige Nationalspieler sieht nicht ein, den FCB auch nur teilweise in fremde Hände zu geben, wenn er es verhindern kann. Im Gegenteil: Degens Traum ist es, den Klub selber übernehmen zu können.

Burgener seinerseits kann nicht an Centricus verkaufen, ohne dass David Degen der stärkste Mann im Klub wird. Angenommen, Burgener verkauft 30 Prozent an Centricus und Degen holt sich seine 35 Prozent, wäre der jetzige Basel-Boss mit 17 Prozent plötzlich aussen vor. Aber hat David Degen überhaupt das Geld, um den Klub zu kaufen? Einige zweifeln es an. Andere sagen Ja. Ungefähr zwei Millionen Franken soll er für die zehn Prozent bezahlt haben. Man munkelt von etwa sieben Millionen, die er für die weiteren 35 Prozent bräuchte. Und es ist gut möglich, dass hinter Degen noch weitere Basler Investoren stehen. Es könnte sich sogar um Legenden wie Marco Streller oder Christian Gross handeln, die als Investoren gehandelt werden. Fortsetzung folgt.

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