Dienstag, 21.04.2026 19:36 Uhr

Schockdiagnose Parkinson

Verantwortlicher Autor: Herbert Reis Aachen, 20.08.2025, 15:28 Uhr
Presse-Ressort von: m.e. Herbert Reis Bericht 6061x gelesen

Aachen [ENA] Die Diagnose „Morbus Parkinson“ trifft die Betroffenen völlig unvorbereitet und ist in aller Regel erst einmal ein Schock. Die Krankheit entwickelt sich schleichend, und viele der frühen Symptome werden zunächst auf normale Alterungsprozesse geschoben. Oft vermuten daher zuerst Angehörige oder Freunde, dass hinter ersten Bewegungsstörungen mehr stecken könnte. Mit der Diagnose verändert sich für die Betroffenen viel.

Gerade direkt nach der Diagnose sind viele Betroffene zunächst verunsichert oder sogar ängstlich. Das ist nachvollziehbar – vor allem, wenn Parkinson-Patienten keine ausreichende Aufklärung über die Art der Erkrankung erhalten. Morbus Parkinson ist eine voranschreitende Krankheit und bis heute nicht heilbar. Neben dem medizinischen Aspekt stellen sich viele Betroffene auch weitere Fragen, die ihr Leben und die Zukunft mit Parkinson betreffen. Parkinson ist eine Erkrankung, die sich auf Dauer nicht verbergen lässt. Deshalb ist es wichtig, von Anfang an offen und selbstbewusst mit der Erkrankung umzugehen. Familie und Freundeskreis können Sicherheit geben und helfen, die Diagnose zu akzeptieren.

Parkinson – oder auch das Parkinson-Syndrom – ist eine der bekanntesten und häufigsten Erkrankungen des Nervensystems. Ihren Namen verdankt sie dem britischen Arzt James Parkinson, der im Jahr 1817 die typischen Symptome der Erkrankung zum ersten Mal ausführlich beschrieb. Parkinson ist eine langsam fortschreitende neurologische Erkrankung, die vor allem den Gehirnbereich der Substantia nigra (= Schwarze Substanz) – die Bewegungszentrale im unserem Gehirn – betrifft. In der Substantia nigra kommt es durch das Absterben bestimmter Nervenzellen zu einem Mangel an Dopamin. Bei Dopamin handelt es sich um einen wichtigen Botenstoff im menschlichen Körper – so hilft Dopamin zum Beispiel dabei, Bewegungen zu steuern.

Erst seit kurzem weiß man, dass bei Parkinson außer dem Gehirn auch andere Teile des Nervensystems von der Krankheit betroffen sind. So verfügt zum Beispiel der Magen-Darm-Trakt über viele Nervenzellen, deren Aufgabe es ist, die Verdauung zu steuern. Bei Parkinson-Patient:innen kann es bereits in frühen Stadien auch zu krankheitsbedingten Veränderungen an diesen Magen-Darm-Nerven kommen – zum Teil sogar vor dem Auftreten der typischen Bewegungsstörungen. Durch die Schädigung der Magen-Darm-Nerven lassen sich viele weitere Symptome erklären, die bei der Parkinson-Erkrankung auftreten. Obwohl eine Heilung bislang nicht möglich ist, gehört Morbus Parkinson heute zu den gut behandelbaren neurologischen Erkrankungen.

Für den Artikel ist der Verfasser verantwortlich, dem auch das Urheberrecht obliegt. Redaktionelle Inhalte von European-News-Agency können auf anderen Webseiten zitiert werden, wenn das Zitat maximal 5% des Gesamt-Textes ausmacht, als solches gekennzeichnet ist und die Quelle benannt (verlinkt) wird.
Zurück zur Übersicht
Photos und Events Photos und Events Photos und Events
Info.